Andreas Kleemann
Auf der Suche nach Möglichkeiten, mit körperlichen Einschränkungen zurechtzukommen, die mich seit meiner Geburt begleiten, fand ich 2011 zufällig zur Feldenkrais Methode.
Durch sie habe ich erfahren, wie wertvoll es sein kann, durch Bewegungen und Berührungen Impulse zu erhalten, die mir Neues vorschlagen und dabei meine Grenzen akzeptieren.
Mittlerweile ist sie für mich eine Alltagspraxis geworden, die mich an Vergessenes erinnert und mir neue Richtungen vorschlägt. Sie lässt mich über mich selber lachen und hilft mir, meine eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen. Ich spüre durch sie Verbindungen und sie gibt mir Erholung.
Seit 2017 ist sie auch mein Beruf.
Gemeinsam körperzentriert zu arbeiten benötigt Achtsamkeit von und Vertrauen zu mir. Die Suche nach Verbindungen ist mir dabei genauso wichtig, wie das Sehen und Schätzen von Unterschieden und das Akzeptieren des Nicht-Verstehens.
Ich bin weiss und cis-Mann. Meine Behinderung ist meistens unsichtbar. Mein Geburtsland existiert nicht mehr. Ein Teil meiner Familie gehörte zu einem unerwünschten Volk. Mein Alltagsleben ist so gut wie diskriminierungsfrei, in den meisten Bereichen habe ich grosse Vorteile.
Durch die Feldenkrais Methode lerne ich immer wieder neu zu fragen und zuzuhören. Sie hilft mir, anderen zu begegnen, als soziale und biologische Wesen. Und dabei einen Raum zu schaffen, in dem sich Atem, Schwerkraft und die eigene Geschichte neu verbinden können und anderes Handeln möglich wird.
Hier findest du mehr zu meinen beruflichen Aktivitäten und Weiterbildungen.